A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Außenansicht
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Haus im Haus Treppenhaus als Objekt
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Zwischenraum zwischen Alt und Neu
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Wohnbereich
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Treppe
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Treppe aus alten Holzbalken
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Fenster am Treppenabsatz
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Flur Obergeschoss
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Fenster von Flur zu Scheunenraum
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Zwischenraum von oben
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Schlafzimmer
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Kinderzimmer
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Außenansicht Gartenseite
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Scheunentor
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Essbereich
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Haus im Haus
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Außenansicht Wohnbereich abends
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Haus im Haus
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau räumliche Verbindung Eingang Treppe Wohnbereich
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Wohnbereich abends
A2F Architekten Bilka Barn Scheunenumbau Außenansicht abends

Bilka Barn

Scheunenumbau

Ort: Bilka, Tschechische Republik
Auftraggeber: privat
Wohnfläche: 168 m²
Fertigstellung: 2012
Fotos: Ester Havlová

Auszeichnungen
Tschechischer Architekturpreis 2016 - Velux-Preis für beste Tageslichtnutzung | Häuser Award 2014 – Lobende Erwähnung & Leserwahl | DEUBAU-Preis 2014 – Nominierung | Hans-Schäfers-Preis 2013 – Lobende Erwähnung | Grand Prix Architektu 2013 – Lobende Erwähnung

 

Bei dem vorliegenden Projekt handelt es sich um eine traditionelle Scheune aus dem 19. Jahrhundert, die durch den Einbau einer Holzkonstruktion zu einem Wohnhaus umgewandelt wurde. Der Umbau wurde als Haus im Haus realisiert.

Das Gebäude, das sich im Landschaftsschutzgebiet des böhmischen Mittelgebirges befindet, stellt damit einen innovativen und möglicherweise richtungsweisenden Beitrag zum Erhalt traditioneller Gebäude dar, ohne auf zeitgemäßes Wohnen zu verzichten.

Das alte Steinhaus bleibt als Regenschutz erhalten, ein neuer Holzbau im Inneren dient als winddichter Wärmeschutz. Zwischen Alt und Neu bildet sich ein unbeheizter Innenraum, der den Wohnraum erweitert. Dieser Raum, der – bis auf die Südfassade – das ganze Haus umgibt, fungiert wie ein zweiter Mantel, der sich positiv auf die Energiebilanz sowie den sommerlichen Wärmeschutz des Gebäudes auswirkt. In Konsequenz stellt sich der Holzbau auch formal als archetypisches Haus im Haus dar. Spezielle Bereiche, wie z.B. die Treppe, sind als Volumina zu verstehen, die sich aus dieser Form herausschieben. Die neue Holzkonstruktion übernahm im Laufe der Baumaßnahme die tragende Funktion vom alten Dachstuhl, welcher schließlich entfernt wurde, nachdem zeitweise beide Konstruktionen nebeneinander existierten. Die entfernten Balken wurden als Treppenstufen wieder im Projekt integriert. Großzügige, rahmenlose Öffnungen scheinen die Grenzen des Holzbaus aufzuheben und verbinden Innen, Außen und Dazwischen. Die zwei großen Scheunentore nach Norden und Süden ermöglichen eine beeindruckende Verwebung mit der umgebenden Natur.

Entstanden ist ein Haus voller Ein-, Aus- und Durchblicke.